80er-Trend
80er-Trend und Datenschutz: Was passiert mit deinem Foto?
Für ein 80er-Bild lädst du ein Foto deines Gesichts auf einen Server. Hier steht, wer es wie lange behält, welche Schalter du bei ChatGPT und Gemini vorher umlegen solltest, was Verbraucherschützer sagen – und woran du dich beim Foto anderer halten musst.
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Die kurze Antwort
Beim 80er-Trend verlässt dein Foto das Handy. Bei ChatGPT wird es Teil deines Chatverlaufs und – bei privaten Konten in der Standardeinstellung – zum Verbessern der Modelle verwendet, solange du den Schalter „Das Modell für alle verbessern“ nicht ausgeschaltet hast. Bei Gemini landen Chats und hochgeladene Fotos in den „Gemini-Apps-Aktivitäten“, werden standardmäßig 18 Monate aufbewahrt, teilweise von Menschen geprüft und dann bis zu drei Jahre behalten.
Beides lässt sich einschränken: bei ChatGPT über Einstellungen → Datenkontrollen, bei Gemini über die Aktivitätseinstellungen des Google-Kontos. Was schon verarbeitet wurde, holst du damit allerdings nicht zurück. Deshalb gilt die Reihenfolge: erst Einstellungen prüfen, dann hochladen.
In FaceCast werden deine Fotos nur verarbeitet, um dein Ergebnis zu erzeugen. Sie werden nicht verkauft und nicht zu Marketingzwecken an Dritte weitergegeben; die Einzelheiten stehen in der Datenschutzerklärung. Unabhängig vom Werkzeug: Lade nur Fotos von dir selbst hoch oder von Erwachsenen, die einverstanden sind, und keine Fotos von Kindern.
ChatGPT: der Schalter, den du vor dem Upload prüfen solltest
Datenkontrollen öffnen
Profil → Einstellungen → Datenkontrollen → „Das Modell für alle verbessern“. Ist der Schalter an, dürfen neue Chats samt hochgeladener Bilder zum Trainieren der Modelle verwendet werden. Ausschalten gilt ab dem Moment für neue Chats, nicht rückwirkend.
Der Verlauf bleibt
Der Schalter betrifft nur das Training. Deine Chats mit dem Foto bleiben im Verlauf, bis du sie löschst. Gelöschte Chats werden nach Angaben von OpenAI innerhalb von 30 Tagen aus den Systemen entfernt.
Temporärer Chat
Ein temporärer Chat taucht nicht im Verlauf auf und wird nicht zum Training verwendet; er kann zur Missbrauchsprüfung bis zu 30 Tage gespeichert werden. Für ein einzelnes 80er-Bild ist das der sauberste Weg.
Konto-Typ
Bei Team- und Enterprise-Konten ist das Training standardmäßig aus; bei Free und Plus musst du selbst nachsehen. Stand September 2026, die Pfade können sich mit Updates ändern.
Gemini: die Aktivitäten und die 18 Monate
Was gespeichert wird
Mit aktivierten Gemini-Apps-Aktivitäten speichert Google deine Chats und die geteilten Inhalte – ausdrücklich auch Dateien und Fotos – im Aktivitätsverlauf deines Kontos.
Wie lange
Standardmäßig 18 Monate, einstellbar auf 3 oder 36 Monate oder ganz aus. Ein Teil der Chats wird von geschulten Prüfern gelesen; solche geprüften Chats werden bis zu drei Jahre aufbewahrt, getrennt vom Konto.
Ausgeschaltet heißt nicht null
Auch bei deaktivierten Aktivitäten bleiben Chats 72 Stunden im Konto, um Antworten zu liefern und Missbrauch zu erkennen. Danach sind sie weg – sofern sie nicht schon zur Prüfung ausgewählt wurden.
Wo der Schalter ist
Google-Konto → Daten und Datenschutz → Gemini-Apps-Aktivitäten. Dort auch die automatische Löschung einstellen.
Was Verbraucherschützer und Datenschützer sagen
Die Verbraucherzentrale Bayern rät bei KI-Bildtrends zur Zurückhaltung und stellt die Frage, die vor jedem Upload steht: Ist mir die Nutzung des Werkzeugs die Preisgabe der Daten wirklich wert? Der Verein Mimikama bringt das Risiko auf den Satz „Du gibst mehr preis, als du denkst und verlierst die Kontrolle“ – gemeint sind neben dem Foto die Daten, die drumherum anfallen: IP-Adresse, E-Mail-Adresse, Angaben aus dem Chat wie Name, Wohnort oder Hobbys.
Datenschutzbeauftragte weisen zusätzlich darauf hin, dass ein Gesichtsfoto biometrische Merkmale enthält, die sich zur Wiedererkennung eignen, und dass Bilder, die einmal in Trainingsdaten gelandet sind, sich praktisch nicht mehr zurückholen lassen. Für ein Bild zum Spaß heißt das nicht „nie“, sondern: Einstellungen prüfen, ein einzelnes Foto ohne weitere Angaben hochladen, und nur das eigene.
Das Recht am eigenen Bild: Fotos von anderen
Wer das Foto einer anderen Person hochlädt und das 80er-Ergebnis postet, verbreitet deren Bildnis. Nach § 22 Kunsturhebergesetz braucht das ihre Einwilligung – bei Partner, Freunden und Kollegen genauso wie bei Fremden. Ein Paar- oder Gruppenbild ist deshalb nur dann unproblematisch, wenn alle im Bild einverstanden sind, sowohl mit dem Upload als auch mit dem Posten.
Bei Kindern gilt das erst recht, und zusätzlich der Ratschlag der Datenschützer, ihre Gesichter gar nicht erst in KI-Werkzeuge zu laden. Wenn ein Bild von dir ohne dein Einverständnis auftaucht: Screenshot sichern, den Anbieter zur Löschung auffordern, bei Missbrauch Anzeige erstatten.
Checkliste vor dem Upload
1. Einstellungen zuerst
ChatGPT: „Das Modell für alle verbessern“ aus oder temporärer Chat. Gemini: Apps-Aktivitäten aus oder auf 3 Monate.
2. Nur das Foto, sonst nichts
Kein Name, kein Wohnort, keine Erklärungen im Prompt, die über das Bild hinausgehen. Das Werkzeug braucht dein Gesicht, nicht deine Biografie.
3. Nur dich oder Einverstandene
Keine Fotos von anderen ohne Einwilligung, keine Fotos von Kindern.
4. Danach aufräumen
Chat mit dem Foto löschen, sobald das Bild gespeichert ist. Bei Gemini die Aktivität im Verlauf entfernen.
5. Beim Posten kennzeichnen
KI-Label bei Instagram setzen und in die Caption schreiben, dass das Bild mit KI erstellt wurde – seit dem 2. August 2026 verlangt das auch Artikel 50 der EU-KI-Verordnung für täuschend echte Bilder.
Wie FaceCast mit deinen Fotos umgeht
FaceCast erzeugt das 80er-Bild aus dem fertig hinterlegten Stil, ohne Chatverlauf und ohne Prompt. Deine Fotos werden nur verarbeitet, um dein Ergebnis zu erzeugen; sie werden nicht verkauft und nicht zu Marketingzwecken an Dritte weitergegeben. Die Einzelheiten – welche Daten wie lange verarbeitet werden und wie du eine Löschung anstößt – stehen in der Datenschutzerklärung, verlinkt unten.
Die Regel für das Foto ist dieselbe wie überall: nur du selbst oder Erwachsene, die einverstanden sind, und keine Kinder.
Häufige Fragen
Ist der 80er-Trend mit ChatGPT sicher?+
Sicher genug für ein Bild zum Spaß, wenn du vorher „Das Modell für alle verbessern“ in den Datenkontrollen ausschaltest oder einen temporären Chat nutzt, nur das Foto hochlädst und den Chat danach löschst. Ohne diese Schritte kann das Foto zum Trainieren der Modelle verwendet werden.
Nutzt Gemini mein hochgeladenes Foto zum Training?+
Mit aktivierten Gemini-Apps-Aktivitäten ja: Google speichert Chats samt Fotos standardmäßig 18 Monate und nutzt sie zur Verbesserung der Modelle; ein Teil wird von Menschen geprüft und bis zu drei Jahre aufbewahrt. Die Aktivitäten lassen sich im Google-Konto ausschalten.
Kann ich mein Foto nachträglich löschen lassen?+
Den Chat ja: Bei ChatGPT werden gelöschte Chats innerhalb von 30 Tagen entfernt, bei Gemini kannst du Aktivitäten im Verlauf löschen. Was bereits ins Training eingeflossen ist, lässt sich nicht mehr zurückholen. Deshalb Einstellungen vor dem Upload prüfen.
Darf ich das Foto meines Partners oder meiner Freunde hochladen?+
Nur mit deren Einwilligung. Das Recht am eigenen Bild (§ 22 Kunsturhebergesetz) gilt für Upload und Veröffentlichung. Fotos von Kindern bitte gar nicht hochladen.
Was macht FaceCast mit meinen Fotos?+
Deine Fotos werden nur verarbeitet, um dein Ergebnis zu erzeugen. Sie werden nicht verkauft und nicht zu Marketingzwecken an Dritte weitergegeben. Die Einzelheiten stehen in der Datenschutzerklärung.
Muss ich ein 80er-Bild als KI kennzeichnen?+
Ja. Instagram bietet beim Posten ein KI-Label an, und seit dem 2. August 2026 verlangt Artikel 50 der EU-KI-Verordnung, dass täuschend echte KI-Bilder als solche erkennbar sind.
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